AllgemeinEin Hauch von Olympia durchzog Gommern

17. Dezember 2022
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Die Wintersaison steht vor der Tür – die Begeisterung für Biathlon und Co. kann man auch gut in der Sporthalle wecken. Aber was hat Gommern mit den Olympischen Winterspielen zu tun?  

Kurz vor den Weihnachtsferien schlüpften die Schüler der 5.Klassen der Ganztags-sekundarschule „Fritz Heicke“ in die Rolle von zukünftigen Olympiasportlern.

Die Eintracht-Sporthalle in Gommern verwandelte sich für ein paar Stunden in eine winterlich hergerichtete Wettkampfstätte. Nachdem alle Teilnehmer sich dem Tauglichkeitstest unterzogen hatten, begrüßten Sportlehrer Rudolf Müller und Schulsportkoordinator Steffen Hartwig, die Schülerinnen und Schüler zur 13.Gommeraner Winterolympiade in der Sporthalle. Anspannung und Freude war den 52 Jungen und Mädchen anzusehen.

Lucas, Jil, Larissa, Fabian und Niklas starteten als ein Team von zehn an diesem Tag. Sie wussten aber nicht, dass sie gemeinsam im Team 3 alle Winterstationen absolvieren müssen. Am Anfang musste jeder Schüler und Schülerin ein Los mit der Teamnummer ziehen. Daraus ergab sich ein heterogenes Gruppengefüge. Der Sinn dieses Winterprojektes, wie es Steffen Hartwig, Schulsportkoordinator 2011 entwickelte hatte.

Durch das Losverfahren müssen sich die Kinder als Gruppe organisieren, auch wenn sie vorher nicht befreundet waren. Zum anderen sollen sie überlegen, wer von ihnen in welcher Disziplin an den Start geht, denn am Ende muss jeder Junge und Mädchen mindestens in 4 Disziplinen absolviert haben“ erklärt Hartwig den Hintergrund des Wintersportprojektes.

Anders als in den Vorjahren kam eine 8 Station hinzu: Curling. „In Anlehnung an das IOC habe ich das Spektrum um das Curling erweitert. Dazu hatte ich zunächst ein Rollbrett so umfunktioniert und mit Gewichten versehen, dass es fast wie ein echtes Curling funktionierte. In diesem Jahr habe ich ein echtes Curling eingesetzt.“ ergänzt der Sportpädagoge mit einem Lächeln im Gesicht.

Zusätzlich zu den 8 Wintersportdisziplinen gab es zwei Fitnessstationen, die in das Programm eingebunden wurden. So konnte man durchaus davon ausgehen, dass in Gommern die zukünftigen Winter- oder Sommersportler nicht nur für Olympia trainieren. Die Ergebnisse werden gleich für den Sportunterricht verwendet, argumentiert Rudolf Müller, als verantwortlicher Sportlehrer der Schule.

„Die Stationen der Winterolympiade spielerisch zu verpacken macht Sinn‘ argumentiert Steffen Hartwig, denn viele Sportgeräte sind nicht alltäglich im Sportunterricht und haben somit einen hohen Aufforderungscharakter bei den Kindern und Jugendlichen“ so der Sportpädagoge, der viele angehende Lehrkräfte bei seinen Fortbildungen diese Anregungen mit gibt.

Hinter dem Projekt „Winterspiele“ steckt nicht nur die sportliche Aktivität der Schüler.

Die sozialen Kompetenzen der Jungen und Mädchen stehen im eigentlichen Fokus“ weiß Steffen Hartwig. „Gerade in der heutigen multimedialen Welt ist Sport im Team enorm wichtig. Bewegung, Körpererfahrung, Toleranz, soziale Umgangsformen und ein starkes Miteinander sind Parameter bei diesem Projekt.“

Die Fünftklässler dürfen die Stationen vorher kurz testen und dann in der Gruppe auswählen, wer in welcher Disziplin antritt.“ betont Sportlehrer Rudolf Müller.

Er ist seit Jahren begeistert von dem Projekt und organisiert den technischen Ablauf.

Ob beim Bob fahren, beim Skispringen, Rodeln, bei der Biathlonstaffel oder beim Eisschnelllauf, der Spaß kommt dabei nie zu kurz.

An den Stationen waren Schüler der Klasse 8a als Kampfrichter eingesetzt, die neben den Klassenlehrern, Schulleiterin Annett Koczak und der Sozialarbeiterin Nicole Voigt für einen reibungslosen Ablauf sorgten.

Im Fitnessbereich gab es mit dem Speedbounce eine Disziplin, die sehr viel Zuspruch fand. Beim Speedbounce muss der Athlet auf einer Matte 15 Sekunden lang Wechselsprünge über einen 20 Zentimeter hohen Softkeil machen. Steffen Hartwig, der als Sportlehrer in Möser tätig ist,  demonstrierte den Sprung und gab Tipps.

40 Wechselsprünge sind bei den Jungen und Mädchen an seiner Schule Rekord. Nicht nur hier war die Motivation der Kinder der Kerngedanke. Beim Rodeln oder beim Skisprung legte Hartwig Weiten vor und animierte so die Schüler seine Vorgaben zu brechen. Beim Rodeln waren die von ihm erreichten 15.80 m nicht lange von Bestand. Larissa und Niklas erreichten 16 Meter.

Demovideo anklicken:

Skisprung-so wirds gemacht

Mit Neugier blickten die Fünftklässler indessen immer wieder auf die Zwischenstände und konnten kaum die Siegerehrung erwarten. Die drei besten Teams wurden mit speziellen olympischen Medaillen geehrt. Alle Mädchen und Jungen erhielten am Ende eine Urkunde für ihre erfolgreiche Teilnahme an den Winterspielen.

Sieger wurde das Team 5 mit Daniela, Elena, Leandro und Max mit 24 Platzpunkten. Von den 8 Disziplinen errangen sie allein 4 erste Plätze. Ihnen folgen Miya, Paula, Abby, Kirill und Marlon vom Team 8 mit 32 Punkten, die Bronzemedaille mit 41 Punkten errang Team 3 mit Larissa, Jil, Louis, Niclas und Fabian.

Mit sehr viel Teamgeist und großem Fair Play hat uns dieser Tag ein Stück näher als Klasse zusammengebracht“lobten die Klassenleiter Annett Döring und Susan Heinrich das Wintersportprojekt. Einen festen Termin für die 14. Auflage der GWO im Jahr 2023 hat man bereits jetzt schon festgelegt.

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